Hälfte aller britischen Häuser mit Biomethan beheizbar
In einer kürzlich veröffentlichten Studie stellte der Gas- und Stromversorger National Grid fest, dass in Großbritannien die Hälfte aller Häuser mit dem vorhandenen Biomethan beheizt werden könnten. Die Einspeisung von Biogas könnte sich in diesem Land, das über ein gut ausgebautes Gasnetz verfügt, als eine angebrachte Lösung herausstellen. Über technische Anpassungen hinaus sind politisches Engagement und steuerliche Anreize erforderlich. Im Februar hat National Grid aus diesem Grund seinen Bericht dem Minister für Energie und Klimawandel übergeben.
Die internationale Gesellschaft National Grid versorgt Millionen von Menschen in Großbritannien und im Nordosten der USA mit Gas und Elektrizität. Sie ist Besitzer und Verwalter des Transport- und Verteilungssystems für Hochdruckgas. Ihr Gas-Verteilungsservice beliefert 11 Millionen Haushalte und Firmen.
Janine Freeman, Leiterin der „Gruppe Nachhaltiges Gas“ bei National Grid betont die aktuelle Schwäche der Biogasproduktion im Vereinten Königreich. Das Biogas, das aus der Wasserwiederaufbereitung bzw. der Einlagerung von Abfällen entsteht, dient hauptsächlich zur Stromproduktion . Die Abfälle könnten allerdings wesentlich effizienter genutzt werden: Nach Schätzungen von National Grid könnte mit dem Biogas potentiell die Hälfte des privaten Gasbedarfs des Landes abgedeckt werden.
Der Bericht hebt zahlreiche Vorteile des Biomethans hervor: der Einsatz von Biomethan hilft beim Erreichen der nationalen Energiezielsetzungen (15% des Energie-Gesamtverbrauches aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020) und stellt eine Lösung zum Recycling der organischen Abfälle dar. In einer Zeit, wo die Energiereserven in der Nordsee schwinden, erweist sich Biomethan als eine zukunftssichere Energiequelle. Die Verwendung von Biogas ist ebenfalls technisch umsetzbar, da das Gasverteilungsnetz in Großbritannien bereits sehr gut ausgebaut ist.
Letztendlich kommt die Studie zum Schluß, dass die Festlegung von wirtschaftlich sinnvollen Förderungsmaßnahmen höchst problematisch sein könnte. Neben politischem Einsatz sei eine angepasste Politik des Abfallmanagements unabdingbar.
Der Bericht wurde dem britischen Minister für Energie und Klimawandel Ed Miliband übergeben.
Quelle :
www.nationalgrid.com
Zugang Februar 2009















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