Vereinheitlichung der internationalen Normen fürs Fahrzeugerdgas
Die fehlende Harmonisierung ist ein wahres Hindernis für eine Reihe von Industriezweigen, insbesondere für diejenigen, die Druckgasfahrzeuge entwickeln. Eine im Januar 2007 von der Internationalen Organisation für Normung ISO (International Organisation for Standardisation) in Genf veranstaltete Gesprächsrunde führte Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen und Industrie zusammen. Im Anschluss an dieses Treffen wurde ein Bericht über die weitere Vorgehensweise veröffentlicht. Seitdem arbeiten die ISO und die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE - United Nations Economic Commission for Europe) zusammen an der Bestimmung weltweit einheitlicher Normen. Die IANGV (International Association for Natural Gas Vehicles) - eine Organisation, die sich seit vielen Jahren der Normenvereinheitlichung in diesem Bereich widmet - soll dabei einen Gesamtüberblick über die verschiedenen durchgeführten Arbeiten behalten.
In einem Artikel vom 11. November 2008 verweisen Dr. G.Harris (Generalsekretär der IANGV) und Dr. J. Seisler (Clean Biofuels Consulting) auf die signifikanten Bestrebungen zur Harmonisierung der internationalen Normen bezüglich der Gasfahrzeugindustrie.
Die fehlende Normierung für die Ausrüstung von Erdgasfahrzeugen ist um so gravierender, als zwischen den UNECE- und den ISO-Bestimmungen immer noch große Unterschiede bestehen.. Diese Abweichung zwischen europäischen und internationalen Normen bremst die Entwicklung von Gasfahrzeugen.
Nach einer zweijährigen Vorbereitung hat die ISO zahlreiche Vertreter der Erdgasfahrzeugindustrie (aus Regierungen und der Industrie, sowie aus internationalen Organisationen) zu einer Gesprächsrunde eingeladen, um das Problem zu analysieren und Lösungsvorschläge darzulegen. Dank diesen tiefgehenden Debatten konnte ein Bericht über die Prioritäten und die weitere Vorgehensweise erstellt werden. Mit einem Ziel : die Harmonisierung mehrerer Normen für die Ausrüstung von Erdgasfahrzeugen verwirklichen.
Somit konnte die ISO ein Arbeitsprogramm für die betreffenden technischen Gremien bestimmen. Heute wird eine Reihe von bei verschiedenen Arbeitsbereichen angewendeten Normen untersucht: Flüssigerdgas (LNG - Liquified Natural Gas), bivalente Motoren (Diesel / Erdgas), Erdgas-Wasserstoff-Mischungen, Komprimierungseinheiten und Temperaturangaben für Tankfüllungen der Erdgasfahrzeuge, die Fahrzeugsicherheit und die Qualität der Kraftstoffe, Tankstellen, Tanks, gesicherte Qualität des Biokraftstoffes...
G. Harris et J. Seisler machen darauf aufmerksam, dass es « leider eine große Anzahl von Unterschieden zwischen den Regelungen der Vereinten Nationen und den entsprechenden ISO-Normen gibt“. Dort liegt der Knackpunkt im Prozess der weltweiten Harmonisierung. Es wurde eine Koordinierung der Arbeit der UNECE und der ISO beschlossen. Die beiden Organisationen werden sich außerdem regelmäßig über den Fortschritt ihrer Arbeiten austauschen, um den Harmonisierungsprozess zu vereinfachen.
Die IANGV unterstützt diesen Prozess weiterhin, wodurch die Organisation zu einer der wichtigsten Schnittstellen zwischen den Beteiligten gehört. Die mit der internationalen Standardisierung beschäftigten Organisationen haben alle ihren Sitz in Europa (in Genf) und die IANGV kann durch ihren internationalen Einfluss die Verbindung mit den technischen Gremien der ISO und den auf dem Erdgasfahrzeugmarkt engagierten Ländern außerhalb Europas herstellen.
Laut G. Harris und J. Seisler gibt es „keinen Zweifel darüber, dass diese Arbeit in naher Zukunft Früchte tragen wird“.
Weitere Informationen auf : http://www.ngvglobal.com















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